Konzepte

Die im Rahmen von Studienleistungen entstandenen Score-Konzepte widmen sich praxisnahen Erprobungs- und Gestaltungsräumen. Scores verstehen wir als Mikroeinheiten kunstpädagogischer Praxis. In Score-Konzepten sind diese dann in einen größeren Kontext eingebettet. Dies kann eine konkrete Aufgabenstellung, eine Unterrichtsstunde oder eine Reihe sein. 

Diese Entwürfe, die in verschiedenen Seminaren rund um Scores entwickelt werden, konzentrieren sich auf die konkrete Konzeption und Erprobung. Hierunter fällt beispielsweise die Ausarbeitung von analogen und digitalen Score Kits für den Kunstunterricht ebenso wie die Gestaltung situativer Scores für institutionelle oder öffentliche Räume. Im Mittelpunkt dieser studentischen Arbeiten steht das Vorhaben, Scores in die pädagogische Praxis zu übersetzen und als experimentelle Impulse nutzbar zu machen.

Dazu analysieren die Konzepte Reibungspunkte und zeigen auf, wie bewusste Störmomente und Irritationen genutzt werden können, um gewohnte Routinen im Alltag und im institutionellen Raum zu hinterfragen, zu dekonstruieren und in neue Spielräume des Handelns zu überführen.

Durch das praktische Erproben dieser Handlungsanweisungen wird untersucht, wie sich klassische Rollenverteilungen und Autor:innenschaften verschieben lassen, sodass Lern- und Vermittlungsangebote in Ko-Autor:innenschaft gemeinschaftlich hervorgebracht werden. Durch die physische Ausführung eines Scores, der die Beteiligten zudem auf ihre eigene Körperlichkeit zurückwirft, werden diese Konzepte als kontextspezifische Aushandlungsräume erfahrbar, in denen Verhältnisse zwischen Subjekt, Körper und Institution sich verändern können.