Rahmung der Workshops
Innerhalb des Forschungs- und Lehrprojekts Performing Contingency: Scores in (Art) Teacher Education wurden drei interdisziplinäre Workshops konzipiert, um gemeinsam theoretische und pädagogisch-praktische Perspektiven zu entwickeln und das Irritations- sowie Reflexionspotenzial von Scores für (ästhetische) Bildungsprozesse zu mobilisieren. Die zur Verfügung gestellten Materialien laden dazu ein, sich mit den Inhalten der einzelnen Workshops auseinanderzusetzen, diese neu aufzugreifen und weiterzudenken. Sie bieten zudem einen kleinen Einblick in die Workshops und in die Arbeit innerhalb des Projekts.
#1 Unvorhersehbares im Unterricht provozieren
Der erste Workshop richtete sich vor allem an Lehramtsstudierende und Dozierende der Fachrichtung Wirtschaft-Politik/Sozialwissenschaften und wurde von der Künstlerin und Kunstvermittlerin Stephanie Sczepanek begleitet. Stephanie Sczepanek interessiert sich für Öffentlichkeiten und deren Dynamiken. Ausgangspunkt des ersten Workshops war die Idee, mit Hilfe von Scores, mit gruppendynamischen Prozesse zu experimentieren. Mit Hilfe von drei sog. SCORE LABS erprobten und entwickelten die Workshopteilnehmer:innen konkrete Ansätze, um im Kontext von Unterricht und Vermittlung ungewohnte Perspektiven einzunehmen bzw. anzubieten und Unvorhersehbares als produktive Rahmung für Bildungsprozesse zu provozieren.
#2 Experimentelle Zugänge zur Klimakrise proben
Der zweite Workshop richtete sich insbesondere an Lehramtsstudierende und Dozierende der Fachrichtung Sachunterricht an Grundschulen und wurde von der Künstlerin Swaantje Güntzel begleitet. Swaantje Güntzel beschäftigt sich mit der systemischen Ausbeutung ökologischer Ressourcen im Kontext globalisierter Industriewirtschaften. In Kooperationen mit zahlreichen Forschungseinrichtungen entstehen Projekte, in denen sie sich künstlerisch-forschend Handlungsanweisungen gibt, durch die unsichtbare Dimensionen der Klimakrise visuell in Erscheinung treten.
Ausgangspunkt des zweiten Workshops war das Anliegen, komplexe Themen wie Klimawandel, Klimakrise und die Ausbeutung natürlicher Ressourcen gerade nicht über dramatisierende Pressebilder oder KI-generiertes Material zu vermitteln, sondern – in Anlehnung an Scores – über experimentelle Impulse. In vier KLIMA LABS erprobten und entwickelten die Workshopteilnehmer:innen spielerisch, forschende, performative Wege, um über die Herausforderungen der Klimakrise nachzudenken und sie aus einer künstlerisch-ästhetischen Perspektive zu erfahren und zukünftig zu vermitteln.
#3 Denken in/durch Bewegung
Der dritte Workshop findet am 17. Oktober 2026 statt und richtet sich besonders an Lehramtsstudierende und Dozierende der Fachrichtung Sport. Der Workshop wird von der Künstlerin und Kunstvermittlerin Anna Stern begleitet. Anna Stern bewegt sich an Schnittstellen zwischen Poesie, Musik und Körperarbeit. Gemeinsam möchten wir innerhalb experimenteller Settings und Performances Wege erproben, um über gesellschaftliche Herausforderungen der Gegenwart ins Gespräch zu kommen: zum Beispiel politische Polarisierungen und alltägliche Diskriminierungspraxen.